Asch

Die evangelische Kirche in Asch

Kirchturm mit "Arresthäusle" im Vordergrund

Ummauerter Kirchhof

 

Sitzplätze: für 258 + ca. 50 Personen (im Chorraum)

 

nach dem Text von Walter Böhringer, 2005

(Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.)

 

Die Ascher evangelische Pfarrkirche, eine Marienkirche "Zu unserer lieben Frau" mit erster urkundlicher Erwähnung 1236 und nachgewiesenen Vorgängerbauten, schmückt seit dem 18. Jahrhundert der schlanke, markante Kirchturm (41 Meter hoch) in der heutigen Form mit achteckigem Abschluss und grünglasiertem Ziegeldach.

Beliebt als Fotomotiv ist das "Arresthäusle" mit seinem Fachwerk am Eingang zum ummauerten Kirchhof (17. Jh.).

 

 

 

 

Auf der Innenseite des ummauerten Kirchhofs haben Kindergartenkinder die Schöpfungsgeschichte auf Holzstelen gemalt.

 

 

 

Foto von Paul Hemscheidt

Fresko Schutzmantelmadonna von 1510

Fresko am Treppenaufgang zur Empore

Im Innern der Kirche blieb aus vorreformatorischer Zeit eine eindrucksvolle Schutzmantelmadonna ("Maria im Ährenkleid") von 1510 als Fresko erhalten.

Sakramentsnische im Chorraum

Aus der Zeit vor der Reformation ist unter anderem die Sakramentsnische erhalten. Hier wurden die gewandelten Hostien aufbewahrt. 

Bild von Uli Körner

Spätgotischer Chor mit barocker Kreuzigungsgruppe - davor der Ascher Chor beim Chorfest 2016

Das Gegenstück zum vorreformatorischen Fresko an der Nordwand bildet die barocke Kreuzigungsgruppe des frühen 17. Jahrhunderts im spätgotischen Chorhaupt (1497) als Hauptschmuck. Über dem Kreuzigungsfresko im Chor die ein Netzrippengewölbe aus Terracotta mit vier Schlussteinen.

Die neuzeitliche Orgel von H. Bornefeld (1969) ersetzt ein älteres Instrument (Orgeleinbau 1780), dessen Rokokoprospekt nach Untermünkheim (bei Schwäbisch Hall) verkauft wurde.

Licht fällt ins Dunkel

Die beiden Fenster im Chorraum des Ulmer Künstlers Günter Späth wurden 1964 eingesetzt.

Der heutige Gesamteindruck schlichter Würde entstand durch die letzte wesentliche Renovierung in den 60er Jahren.

Konsolfigur im Chorraum. Der Baumeister selbst?

Im Chorraum und in der Sakristei (einige Schlusssteine) sind feine Konsolfiguren aus Terrakotta zu entdecken.

Das Kreuzrippengewölbe aus Terrakotta im Chor

Romanischer Taufstein

Ältestes Ausstattungsstück ist der einfache romanische Taufstein.

Der Ährenkasten

Der "Ascher Ährenkasten" erinnert an die Hungersnot von 1816/17 nach einem Vulkanausbruch in Indonesien. Die Dorfjugend brachte die ersten Ähren der Ernte nach einem Hungerjahr in die Kirche zur Erinnerung an die Not.

Sakristeifenster

Nur selten gesehen: Das Fenster in der Sakristei.

 

Die Pfarrei umfasste bis 1456 auch Bühlenhausen, dazu Sonderbuch (Kirchbau 1775) und wurde zeitweise von der Landesuniversität Tübingen aus besetzt, der auch der Großzehnt zustand;

Seit der Reformation ist die Kirche evangelisches Gotteshaus, in dem nach dem 2. Weltkrieg auch die junge katholische Gemeinde Gastrecht bekam.

 

 

Pfarrhaus Asch 2017

Gegenüber der Kirche ist der herrschaftlich wirkende Pfarrhof von 1778 zu sehen. Das Pfarrhaus wurde zuletzt 2010 saniert.

 

 

Räume für Gruppen und Kreise

 

Die evangelische Kirchengemeinde besitzt kein eigenes Gemeindehaus. Sie hat einen Raum mit Küche zur Nutzung für kirchliche Veranstaltungen, Gruppen und Kreise angemietet. Er befindet sich unter einem Dach mit der Ortsverwaltung und Räumen der Volksbank, direkt neben der Kirche.

Weitere Hinweise zu Literatur über Kirchen- und Dorfgeschichte Aschs erhalten Sie im Pfarramt.

Die evangelische Kirchengemeinde hat 618 Gemeindeglieder. Asch hat ca. 1200 Einwohner.

Die Pfarrstelle Asch mit Sonderbuch, Wippingen und Lautern hat 1460 Kirchenmitglieder.

 

 

 

Bleib´bei mir, Herr, der Abend bricht herein, ....